Regelmäßiges Singen stärkt die Gesundheit und aktiviert Selbstheilungskräfte

Glückshormone wie Serotonin, Noradrenalin und Beta-Endorphine werden beim entspannten Singen ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut. Singen stärkt auch das Immunsystem. Schon nach 20-minütigem Singen hat ein nachweislicher Anstieg von Immunglobulin A stattgefunden, einem Antikörper, der Krankheitserreger sowie Allergene bereits beim Eindringen in den Körper bekämpft. 

 

"Die heilende Kraft des Singens" von Wolfgang Bossinger

 

Wirkungen des Singens auf Körper und Psyche

  • Singen vertieft die Atmung. Es kommt dadurch zu einer besseren Sauerstoffversorgung der Organe und des Gehirns. 

  • Singen erhöht die Lebensqualität bei Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD und unphysiologischer Atmung. Die Atemmuskulatur wird gestärkt und kann so positiv auf Spannungen, Verschleimungen und Verkrampfungen Einfluss nehmen. Die vertiefte Atmung wirkt wie ein sanftes Herz-Kreislauftraining. Besonders meditatives Singen, wie z.B. das Singen von Mantras führt zu einer Verlangsamung des Atemrhythmus und wirkt entspannend und angstlösend. Der innere Strom der Gedanken wird unterbrochen, wir kommen in einen harmonischen, befreienden Zustand - in den „Flow“.
  • Singen kann glücklich machen. Dies zeigt sich einer Zunahme der Hormone und Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und der Beta-Endorphine, die beim Singen von Lieblingsliedern vermehrt ausgeschüttet werden. Sie wirken stimmungsaufhellend und reduzieren gleichzeitig Gefühle von Angst und Schmerz. Singen wirkt auf diese Art wie ein natürliches "Anti-Depressivum".
  • Singen schafft Gefühle der Verbundenheit und der Zuneigung. Sowohl das Gehirn, wie auch das Herz produzieren beim Singen Oxytocin – ein Hormon das u.a. bei Geburt, Stillen und beim Sex ausgeschüttet wird.
  • Singen vermindert Stress.  Beim Singen kommt es zu einem raschen Abbau der Stresshormone Kortisol und Adrenalin. Der Gedankenstrom wird unterbrochen und wir kommen innerlich zur Ruhe und finden zu gesteigerten Gegenwärtigkeit. 
  • Singen reguliert Emotionen und ist ein wirksames Mittel zu ihrer Bewältigung, wie der Gesangsforscher Dr. Karl Adamek wissenschaftlich klar belegen konnte. Er fand bei Menschen, die regelmäßig singen im Vergleich zu Nicht-Singern eine signifikant höhere emotionale Stabilität und Gelassenheit, wie auch eine geringere emotionale Erregbarkeit.

 

Dies und mehr in "Die heilende Kraft des Singens" von W. Bossinger. Mehr Informationen zu Singen und Gesundheit bei dem Gesangsforscher und Musiktherapeuten Wolfgang Bossinger (www.healingsongs.de), bei Dr. Karl Adamek (www.karladamek.de) und dem internationalen Netzwerk "Singende Krankenhäuser e.V.".