Elena Deppe

Was Du vielleicht nicht über mich weißt...

 

Ich singe und summe in fast jeder Lebenslage. Häufig auch beim Einkaufen, um mir gute Laune zu machen. Singend vor dem Joghurt-Regal im Supermarkt habe ich schon jede Menge nette Bekanntschaften gemacht. Einige dieser Menschen singen jetzt seit langem im Singkreis. 


Ich liebe Bücher und Online-Kurse und lese bin da etwas maßlos. Die Bücher-Stapel neben meinem Bett werden immer größer. Als Buchstaben-Fan weiß ich auch, was auf unserer Zahnpasta-Tube und im aktuellen Werbeblättchen steht. Da wäre dann manchmal weniger mehr…

 

Mit 1,80 Meter war ich immer die körperlich „Längste“ in meinem Umfeld. Seit dem Kindergarten. Bei Gruppenfotos wurde ich immer ganz hinten abgestellt. Die Tanzstunde mit 15 war eine Qual mit zu kleinen Jungs ohne Rhythmus-Gefühl in Brusthöhe.
In der Schulzeit habe ich mir sehr gewünscht, kleiner und anders zu sein. 
Ich konnte mich in der Schule nicht so leicht unsichtbar machen wie die anderen und bin meist aufgeflogen beim "abgucken"… Meine beiden "kleinen" Töchter sind jetzt schon größer als ich, und ich wünsche mir sehr, dass sie mit ihrer Körperlänge selbstbewusst umgehen.

 

Ich habe drei Berufsausbildungen, ein Studium und jede Menge Fortbildungen abgeschlossen. Oft habe ich wieder ganz neu angefangen.

Lange Zeit fühlte ich mich irgendwie "zwischen den Welten", nirgendwo so ganz angekommen. Bis ich das einfache, leistungsfreie Singen in der Gruppe und die Meditation entdeckte...

 

Ich bin von meiner körperlichen Konstitution her eher ungelenkig. An meine Zehen bin ich bei der Vorbeuge früher nie heran gekommen. In Fitness-Kurse oder schicke Yoga-Studios habe ich mich erst gar nicht getraut. Erst durch sanftes Yoga habe ich gelernt, mich ohne Selbstkritik, Vergleich und "Kampf" zu bewegen und auf meinen Körper zu hören. 

 

Ich esse unheimlich gern. Mein Paradies ist es, mich täglich bekochen zu lassen - asiatisch frisch und lecker. Und die Küche räumt sich dann auch grundsätzlich immer von selbst auf. 

 

Vom Typ her bin ich „Scannerin“. Ich interessiere mich für Vieles  - von Medizin und Psychologie zu Kunst, Kultur und Wirtschaft. Da gehe ich leider auch ‚mal am Rechner in stundenlanger nächtlicher Recherche verloren...

Ich habe Blockflöte, Gitarre, Klavier und Cello gespielt in meiner Jugend – und mit allem auch bald wieder aufgehört. Obwohl ich natürlich wahnsinnig begabt war und eigentlich Spaß dran hatte. Leider war ich nicht motiviert genug, regelmäßig zu üben.

Jetzt quäle ich meine Familie noch ganz gern mit selbst geflöteten Weihnachtsliedern und begleite einfache Lieder mit Gitarre und Trommel.

 

Ich habe nicht Gesang studiert, obwohl das damals mein Traum war. Da war einfach zu viel Angst da, um auf einer Bühne zu stehen.
Für alle sichtbar. Schweißausbrüche, Nervenflattern, bloß keine Fehler machen. Heute habe ich endlich mehr Selbstbewusstsein. Jetzt singe ich alles, was mir gefällt. Auch ganz ungeübt - aber glücklich.


Worauf bin ich stolz?

Dass ich dazu beitrage, dass das Singen wieder einen Platz im normalen Alltag bekommt. Darauf, dass ich in meinen Singkreisen schon einige Leute inspiriert habe, sich auch ohne meine Anleitung zum gemeinsamen Singen zu treffen. Einige haben mit 55 + zum ersten Mal in ihrem Leben angefangen, ein Instrument zu lernen. Und sind MUTIGER geworden in ihrem Leben. Super!

Sehr stolz bin ich auch auf meine beiden wunderbaren Teenager-Töchter, die auch gerne singen. Mit viel Selbstbewusstsein und Freude.